Eisenmangel

Es gibt drei Stadien von Eisenmangel

Eisenmangel manifestiert sich Form von typischen Mangelsymptomen. Es ist eine Frage der individuellen Konstitution, bei welchem Ferritinwert die ersten Eisenmangelsymptome auftreten. In der Schweiz findet derzeit eine Debatte über den unteren „Ferritin-Normwert“ statt, d.h. denjenigen Ferritinwert, bei dem die ersten Symptome auftreten. Die Festlegung eines solchen pauschalen Ferritin-Schwellenwerts ist nicht möglich, weil der Mensch keine Maschine ist. Dieser Schwellenwert ist sehr individuell.

In der Regel liegt der Ausgangs-Ferritinwert von Patienten mit den typischen Symptomen unter 50 ng/ml. Nach einer Eisentherapie mit dem Zielwert 200 ng/ml fällt der Wert wegen der Menstruation innerhalb weniger Monate wieder gegen 100 ng/ml. Dann treten meistens die ersten Rückfallsymptome auf (sobald die Frauen die männliche Eisenkonzentration (100-200) wieder nach unten verlassen.

Erstes Stadium: Eisenmangel ohne Anämie (EoA)

In diesem Stadium liegt der Ferritinwert unter 50 ng/ml, wobei aber weder Mangelsymptome noch eine Anämie vorliegen. Solche Menschen brauchen keine Eisentherapie. Allerdings lohnt sich bei ihnen eine Prävention durch Zufuhr von Nahrungsmittelergänzung oder Eisentabletten, damit künftig ein symptomatischer Eisenmangel verhindert werden kann.

Zweites Stadium (Frühstadium): Eisenmangelsyndrom (Iron Deficiency Syndrome, IDS)

In diesem Stadium liegt der Ferritinwert meistens weit unter 50 ng/ml. Gleichzeitig liegen typische Eisenmangelsymptome vor: Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, ADS, Lustlosigkeit bis zu depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, Schwindel, Nackenverspannungen, Haarausfall, Nagelbrüchigkeit oder Restless Legs. Durchschnittlich liegen vier bis fünf Symptome gleichzeitig vor.

Drittes Stadium (Spätstadium): Eisenmangelanämie (Iron Deficiency Anemia, IDA)

Weil die Blutbildung neben der Energiebildung die lebenswichtigste Funktion ist, tritt eine Blutarmut erst in diesem Spätstadium auf: Eisenmangelanämie.