Vermeidung von Eisenmangel

Es gibt zwei Arten von Vermeidung

Vermeidung von Rückfällen nach einer erfolgreichen intravenösen Eisentherapie durch die Erhaltungstherapie

Erfolgreich behandelte ehemalige Eisenmangelfrauen wollen nie mehr in einen Eisenmangelzustand hineingeraten, auch wenn die Natur wegen der Menstruation dazu drängt. Dazu beginnt nach der ersten Therapiekontrolle nach dem Eisenausgleich die Beobachtungsphase. Drei Monate nach der ersten Therapiekontrolle findet die zweite Therapiekontrolle statt zur Beurteilung der Nachhaltigkeit des Therapieerfolgs. Es stellen sich die beiden Fragen: Ist der Zustand noch unverändert gut? Wie weit ist der Ferritinwert nach drei Menstruationsblutungen wieder gesunken?

Während der Rothen-Ferritinwert nach der Therapie bei der ersten Therapiekontrolle durchschnittlich bei 200 ng/ml liegt, beträgt er bei der zweiten Nachkontrolle durchschnittlich nur noch 140 ng/ml. Dabei fühlen sich die meisten noch unverändert gesund.

Sobald aber der Rothen-Ferritinwert wieder gegen 100 ng/ml absinkt, beginnen oft die ersten Rückfallsymptome. Keine Frau, die einmal erfolgreich behandelt wurde, will in den alten Eisenmangelzustand zurückkehren, auch wenn die Natur dies wegen der Menstruation so vorgesehen hat. Dann beginn die SIHO-Erhaltungstherapie, damit die Frau nachhaltig gesund bleiben kann. Sobald der Ferritinwert wieder gegen 100 ng/ml abfällt und die ersten Rückfallsymptome auftreten, benötigt eine Frau wieder etwa zwei Infusionen mit je 200 mg Eisensaccharose. Wegen der Individualität ist es nicht möglich, eine Berechnungsformel für die Erhaltungstherapie zu erarbeiten. Durchschnittlich braucht eine Frau nach einer intravenösen Aufsättigungstherapie für eine erfolgreiche Erhaltungstherapie zwei Infusionen mit je 200 mg Eisensaccharose alle vier bis acht Monate (je nach Dauer und Stärke der Menstruationsblutung). Wer pro Menstruation viel Eisen verliert, braucht schneller einen „Nachschub“, als wer nur wenig Blut verliert.

Vermeidung von Eisenmangel, bevor Symptome auftreten (Primärprävention)

Menschen (insbesondere Frauen und Kinder) mit einem Ferritinwert unter 50 sollten auf eine eisenhaltige Ernährung achten. Wenn dies nicht genügt, können Nahrungsmittelergänzungen oder Eisentabletten zugeführt werden, damit später keine Eisenmangelsymptome auftreten (Primärprävention).